Eine persönliche Rezension
„Ich lese und sehe Monika vor meinem geistigen Auge“

Chris Mittermaier · Oktober 2026
Chris kenne ich seit vielen Jahren aus der Tanzschule. Sie hat meine Biografie gelesen und mir erlaubt, ihre ganz persönliche Rezension hier zu veröffentlichen.
Hier kannst du ihre Rezension vollständig lesen.
Am 3. Oktober 2026 war es so weit: Die Biografie einer großartigen Berlinerin wurde erstmals einem Kreis von rund 100 Menschen vorgestellt – den Gästen ihres 80. Geburtstags. An einem geschichtsträchtigen Tag, der zugleich Monika Kellers 80. Geburtstag war.
Für mich sind ihre Leidenschaft und Liebe zum Tanz und zur Begegnung mit Menschen auf jeder Seite spürbar. Der Wunsch und die Gabe von Monika Keller, zu lehren, verbunden mit der Freude an der Musik, an tänzerischer Bewegung und dem jeweiligen Takt und Rhythmus, sind deutlich spürbar. Emotional berührt haben mich immer wieder die beschriebenen persönlichen Momente, die Brüche und großes Leid erzeugt haben. Das Durchhaltevermögen, die Kraft und die Disziplin einer starken Frau, die sich immer wieder in verschiedenen Kapiteln zeigen, sind deutlich zu spüren.
Mein erster Tanzkurs startete im Januar 2012 in der Tanzschule Dieter Keller als ein Weihnachtsgeschenk an meine Frau. Wir kamen aus der gleichgeschlechtlichen, nicht ADTV-gebundenen Tanzszene in Berlin. Aufgeregt und voller Spannung lernten wir Frau Keller und ihre Tanzschule kennen. Wir wurden als Frauenpaar von ihr und dem Team mit offenen Armen empfangen. Wir wurden schnell „Kellerkinder“. Auch Monika nahm uns „tanztechnisch“ unter ihre Fittiche, und so lernten und lernen wir bis zum heutigen Tage in der Tanzschule Dieter Keller den Unterschied zwischen Takt und Rhythmus und viele neue, beglückende Tanzbewegungen. Mehr davon erzählen wir im Podcast auf der Website monika-keller.berlin.
Was mich persönlich sehr bewegt, ist die Lebendigkeit der geschriebenen Worte. Ich lese und sehe gleichzeitig Monika Keller vor meinem geistigen Auge.
Mit ihrem praktischen Denken, ihrer Unerschütterlichkeit in Krisen, ihrer Ehrlichkeit und ihrer manchmal auch unverblümten Art ohne Schnörkel. Sie spricht im Unterricht und im Buch klare Worte und bezieht Stellung. Der große Motor Lebensfreude und das Motto „Niemals aufgeben“ sind in und zwischen den Zeilen deutlich spürbar.
Ein großes Kompliment an Elke und Thomas Köppe, die dieses Buchprojekt begleiteten. Auch Schreiben will gelernt sein, und das Umsetzen von Lebensgeschichten nicht schriftstellerisch vorgebildeter Menschen ist eine große Herausforderung, die manchmal leider nicht so gelingt. Elke und Thomas ist es aber sehr gut gelungen, aus den Geschichten von Monika Keller ein Buch zu machen, das ich gerne und mit Freude lesen konnte. Es ist für mich nachvollziehbar authentisch und auch ein erfreulicherweise aufgeschriebenes Stück Berliner Zeitgeschichte, verbunden mit dem Leben einer Frau mit großem Herzen, Kraft, Mut und viel Leidenschaft beim tänzerischen Verbinden von Menschen.
Zum guten Schluss: Ich empfehle nicht nur, das Buch zu erwerben, ich empfehle auch, die Tanzschule Dieter Keller zu besuchen. Die Tochter von Monika Keller, Karola Keller, führt die Tanzschule modern und mit vielen neuen Angeboten. Es gibt vielfältigste, zeitlich sehr variable Kurse, auch für Singles und für alle Altersgruppen. Kommen Sie und staunen Sie, wie viel Freude es machen kann, mit Menschen gemeinsam in Bewegung zu sein. Und das nicht nur im Paartanz.
Am 8. November 2026 ist eine gute Gelegenheit dafür. Vielleicht sehen wir uns dort am Tag der offenen Tür.
Chris Mittermaier, Oktober 2026